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Fragen und Antworten Wann können Sie als Angestellter in die private Krankenversicherung wechseln?Selbständige und Freiberufler können in der Regel sofort in die private Krankenversicherung wechseln. (Kündigungsfristen beachten) Wenn Ihr Jahres-Bruttoeinkommen als Angestellter in den letzten drei Jahren über der jeweiligen Verdienstgrenze lag, können Sie jederzeit in eine private Krankenversicherung wechseln und müssen nur die Kündigungsfrist bei Ihrer gesetzlichen Kasse einhalten. Nach dem Monat, in dem Ihre Kündigung erfolgt, müssen Sie noch zwei volle Monate bei Ihrer gesetzlichen Kasse versichert bleiben. Erfolgt die Kündigung also beispielsweise am 15. Juli, können Sie bereits ab dem 01. Oktober privat versichert sein. Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung?Ihre Firma zahlt Ihnen auch zur privaten Krankenversicherung die Hälfte der Beiträge bis zum Höchstsatz der gesetzlichen Krankenversicherung dazu. (Achtung: In Sachsen abweichende Beträge) Kann ich später in die gesetzliche Kasse zurück?Grundsätzlich: Nein. Es gibt aber auch Ausnahmen. Ist meine Familie in der privaten Krankenversicherung familienversichert?Nein. In der privaten Krankenversicherung ist für jede versicherte Person ein eigener Beitrag zu zahlen. Für Familien ist das oft ein Rechenexempel. Ich bin Arbeitnehmer. Zahlt mir mein Arbeitgeber in der privaten Krankenversicherung auch den 50% Arbeitgeberanteil für meinen Ehepartner und die Kinder?Ja, das muss er tun. Allerdings ist der Arbeitgeberanteil begrenzt auf denjenigen Betrag, den er Ihnen zu einer gesetzlichen Krankenkasse maximal dazu zahlen müsste. Muss ich in der privaten Krankenversicherung mit Beitragserhöhungen rechnen?Ja, und zwar mit Sicherheit. Denn die Kostenexplosion im Gesundheitswesen geht auch an den privaten Krankenversicherungen nicht vorbei. Die Preissteigerungen unterscheiden sich aber bei den einzelnen Unternehmen teilweise drastisch. Sind die Beiträge als Rentner später noch bezahlbar?Davon kann man ausgehen, denn die privaten Krankenversicherer haben aus den Erfahrungen der Vergangenheit einiges dazu gelernt. So werden aus einem Teil der Beitragseinnahmen feste Rücklagen gebildet, welche ausschließlich zur Subventionierung der Beiträge im Rentenalter herangezogen werden. Aber Vorsicht: Diese Rücklagen unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter erheblich. Zudem schreibt das Gesetz seit dem 01.01.2001 eine 10%ige Altersrückstellung vor, um zusätzliche Beitragsentlastungen zu schaffen. Worauf sollte ich vor dem Wechsel in die private KV achten?
Schauen Sie mal in die Zukunft: Für Singles, Dinkis (doppeltes Einkommen, keine Kinder) und Familien mit einem Kind lohnt sich eine private Krankenversicherung eigentlich immer. Sie sollten Ihren späteren möglichen Familienstand sowie eventuelle Kinderwünsche also stets mit berücksichtigen. Hand aufs Herz: Wie steht es um Ihre Gesundheit? Die private Krankenversicherung macht sich bei Antragstellung ein Bild über Ihre Gesundheit. In der Regel mit Gesundheitsfragen, im Einzelfall bzw. ab dem 50. Lebensjahr auch mit einem Check-up beim Arzt. Es gibt Vorerkrankungen oder nicht ausgeheilte Unfallverletzungen bei denen Sie mit Beitragszuschlägen oder sogar mit einer Ablehnung rechnen müssen. Die Versicherer haben unterschiedliche Annahmerichtlinien. Gerne beraten wir Sie auch welche Tarife bei welchem Erkrankungsbild günstige Annahmerichtlinien haben. |
